Savoca

Im Mittelalter (noch vor dem Jahre 1000) lebte hier eine mysteriöse Bevölkerung, die Pentefur, wahrscheinlich griechische Piraten, die an dieser Stelle eine Festung errichteten, auf der während der späteren Herrschaft der Araber die sarazenische Burg erbaut wurde, dessen Ruinen bis heute die gesamte umliegende Landschaft beherrschen.

Zwischen den verschiedenen Theorien über den Ortsnamen ist die glaubwürdigste die Verbindung zum „sambuco“ (Holunder), die in der gesamten Umgebung üppig wächst.

Andere Theorien besagen, dass der Name von den beiden arabischen Worten „Kalat“ und „Zabufche“ abstammt, was „Holunderfelsen“ bedeutet, da ein Zweig dieser Pflanze im Wappen der Stadt abgebildet wird. Das sichere Gründungsdatum der Stadt stammt jedoch aus dem Jahr 1134, zu Zeiten Rogers II; Schutzherr des Baronats Savoca war der Klostervorsteher von Messina.

Das Dorf entwickelte sich am Ende des 15. Jahrhunderts auch außerhalb der Stadtmauern. Bis 1492 gab es eine jüdische Gemeinde mit einer eigenen Synagoge. Als Beleg für die große Religiosität der Bevölkerung gab es 17 Kirchen, die beinahe alle zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurden und von denen auch heute noch viele der Öffentlichkeit zugänglich sind. Savoca, das seine Autonomie im Jahre 1948 erlangte, ist eine antike, freundliche, geordnete und saubere Stadt und auch heute noch einer der interessantesten und schönsten Orte des kulturellen und religiösen Tourismus auf der gesamten Insel. Schon seit einigen Jahren ist Savoca ein Ort für den Urlaub. Das Dorf, dessen Bevölkerung in den 50er Jahren durch die Auswanderung stark abgenommen hatte, erholt sich nun wieder und entdeckt seine antiken Schätze, die Schönheit der Natur und die Arbeitsangebote. Die kommunale Verwaltung treibt die Wertschätzung des historischen Zentrums wie eine Künstlerwerkstatt voran und hat es geschafft einige Keramikwerkstätten auszuweisen, um die künstlerische Entwicklung voranzutreiben.

Achtung! Diese Seite verwendet cookies und ähnliche Technologien.
Wenn Sie die Einstellungen des Browsers nicht ändern, wird dies vom Nutzer akzeptiert.